Rede von Heike Strohschnitter zur Aufstellung des Bebauungsplans „Talweg“ in der Sitzung der Gemeindevertretung am 22.06.21

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, Herr Bürgermeister, liebe Gemeindevertreter*innen und Gäste,

wir haben lange über diesen Antrag beraten. Natürlich begrüßen wir sozialen Wohnungsbau ausdrücklich und würden diesen auch gerne aktiv unterstützen, allerdings haben wir auch sehr viele offene Fragen, die, wie wir finden, erst beantwortet sein sollten, bevor wir so eine wichtige Entscheidung treffen können.

Denn, wie der Bürgermeister eben schon gesagt hat, braucht der Investor Sicherheit. Wir finden, dass der Investor, bevor er Geld investiert, wissen sollte, woran er ist. Es bringt ja auch nichts, wenn wir jetzt einfach zustimmen und später kommen wir mit Auflagen, die der Investor so nicht finanzieren kann.

Es soll eine Wohnbebauung mit ergänzender sozialer, gesundheitlicher und kultureller Nutzung geplant werden. Was genau, außer dem sozialen Wohnungsbau, dürfen wir darunter verstehen? Wie sieht die kulturelle Nutzung aus?

Werden die Maßnahmen für einen ausreichenden Klimaschutz genutzt? Wie Solar bzw. Photovoltaik auf den Dächern, Zisternennutzung für die sanitären Anlagen, Verbot von Steingärten? Ist die Bepflanzung von Bäumen, Grünflächen und Hecken – gerade im Bereich des sozialen Wohnungsbaus vorgesehen? Ist ein Spielplatz, Sandkasten oder Ähnliches, gerade im Bereich des sozialen Wohnungsbaus, vorgesehen etc.?

Muss die Firma Strauch eventuell Beschwerden der neuen Nachbarn fürchten, wegen der Nähe zu deren Silos und den damit verbundenen Anlieferungen der Landwirte? Oder sieht der Investor Maßnahmen für eventuelle Lärmbelästigung jetzt schon vor? Wurden diesbezüglich Gespräche mit der Firma Strauch schon geführt?

Wir würden uns eine genaue Konzeptvorstellung vonseiten des Investors wünschen und beantragen deshalb den Tagesordnungspunkt 4) in den Bauausschuss zu verweisen, um die ungeklärten Fragen mit dem Investor zu klären.

Vielen Dank!