Sehr geehrter Herr Vorsitzender, Herr Bürgermeister, liebe Gemeindevertreterinnen, Gemeindevertreter und Gäste.
Wir kommen nun zur Abstimmung über die Limeshainer Vertreter im Feldwegeverband Vogelsberg und ich möchte Ihnen gerne erläutern, warum wir einen eigenen Kandidaten stellen und warum wir glauben, dass unser Kandidat, Klaus Wörner, gleich gewählt wird. Wir haben in den letzten drei Jahren erlebt, wie rigoros der Feldwegeverband hier in Limeshain agiert. Und als ich gestern über meine Worte für heute nachdachte, kam mir durchaus nochmal der Gedanke: „Stimmt das überhaupt oder bildest du dir das vielleicht nur ein?“ Denn die Erinnerung an das Vergangene ist ja manchmal etwas trügerisch.
Also habe ich noch einmal nach älteren Bildern von der alten Friedberger Straße gesucht – denn dort fällt es mir persönlich besonders auf, dort gehe ich fast täglich entlang – und bin auf der Seite der Bürgerinitiative Schatzboden auf Facebook fündig geworden. Bilder, fast auf den Tag drei Jahre alt. Ich bin dann mit dem Rad noch einmal an den Weg gefahren und habe Fotos aus ähnlichen Perspektiven gemacht und der Unterschied ist tatsächlich gravierend.
Natürlich muss Rückschnitt sein, denn Rückschnitt heißt auch eben Erneuerung. Aber die Praxis der letzten Jahre ist kein Rückschnitt, sondern Raubbau an der Hecke. Auch die Limeshainer Naturschutzverbände, der NABU und die Vogelschutzgruppe Hainchen, haben dies kürzlich in einer Pressemitteilung kritisiert. Es wird daher Zeit, dass eine kritische Stimme in den Feldwegeverband kommt, eine Stimme die diese Praxis auch dort kritisiert.
Kommen wir zu einem weiteren Grund für unseren Kandidaten, Klaus Wörner. Vor genau zwei Wochen wurde uns Gemeindevertreterinnen und Gemeinvertretern ins Gewissen geredet. Vom fairen Umgang miteinander, dem „Limeshainer Stil“ war die Rede. Wenn diese Worte mehr als bloße Lippenbekenntnisse sind, wenn diese wirklich eine Bedeutung haben sollen, dann kann es wohl kaum sein, dass die Fraktion, die im Verhältnis zur letzten Legislaturperiode so deutlich zugelegt hat, nun sogar hinsichtlich der Verbände schlechter dastehen soll. Wir haben bereits unsere Kandidaten für zwei Verbände zurückgezogen, denn natürlich respektieren wir das Wahlergebnis der UBL.
Dieses Wahlergebnis besagt aber auch, das sich die Bürgerinnen und Bürger Limeshains mehr Grüne Beteiligung wünschen. Deswegen und weil der Limeshainer Stil keine Einbahnstraße sein kann, erwarten wir, dass Klaus Wörner gleich eine Mehrheit bekommt und zum ordentlichen Vertreter in den Feldwegeverband gewählt wird.
Vielen Dank