Antrag der Bündnis 90/DIE GRÜNEN-Fraktion in der Gemeindevertretung der Gemeinde Limeshain zur Gemeindevertretersitzung am 23.06.2020
Begründung:
Für die Ronneburg- und Taunusstraße gelten besondere Umstände, da die gestörte Anliegernutzung als besonders empfindlich ausgewiesen ist, da viele der darin liegenden Wohnungen lediglich über zur Straßenseite gelegene Fenster verfügen. Auch liegen zahlreiche Schlafräume auf der Straßenseite. Diese sensible Wohnnutzung wird durch den starken Verkehrslärm tagsüber und nachts in unzumutbarer Weise gestört. Zu der extrem starken Lärmbelastung trägt insbesondere bei, dass die Straße in besonderem Maße von Lkw befahren wird, und dass die Häuser, welche zu beiden Seiten der Straße stehen, unmittelbar an die Straße angrenzen und eine Straßenschlucht mit hoher Resonanz formen. Des Weiteren sind diese Häuser, welche zu beiden Seiten der Straße stehen, als besonders historisch einzustufen und die Bausubstanz leidet gewaltig unter dem vermehrten Verkehrsaufkommen. Weiterhin kommt hinzu, dass sich aufgrund der besonderen Parkplatzknappheit und der stark frequentierten Kulturscheune ein ständiger, starker Parksuchverkehr bildet. Nicht auszuschließen wäre, dass nicht noch unerhebliche Belastungen durch die Kfz-Abgase zu den lärmbedingten Gesundheitsgefahren hinzutreten.
Die starke Belastung durch Verkehrslärm lässt bei geöffneten Fenstern keine normale Unterhaltung in den an der Ronneburg- und Taunusstraße gelegenen Wohnräumen mehr zu. Sie führt darüber hinaus bei den Anwohnern zu starken Konzentrationsstörungen und häufigen Kopfschmerzen. Besonders gravierend sind die massiven Schlafstörungen, die die Anwohner durch den nächtlichen Verkehrslärm Nacht für Nacht erleiden.
Die Gemeindevertretung möge beschließen:
1. Eine Verkehrsbefragung zu den Lkw-Zielen sowie zum Quell- sowie zum Durchgangsverkehr zu beauftragen.
2. Anhand der ermittelten Daten soll festgestellt werden, wie hoch der Anteil des Lkw-Durchgangsverkehrs ist.
3. Einen Antrag für Lärmberechnung bei Hessen-Mobil zu beantragen.
Der Antrag wurde zurückgezogen, da Bürgermeister Ludwig vorher berichtet hatte, dass er bereits bei der Verkehrsbehörde des Wetteraukreises einen Antrag gestellt habe, die Durchfahrt durch Himbach für Lkw ab 7,5 t zu sperren. Da der Antrag zurückgezogen wurde, kann er jederzeit wieder gestellt werden.