Seit Inbetriebnahme der ersten Halle im Interkommunalen Gewerbegebiet Limes hat der Lkw-Verkehr durch Himbach stark zugenommen. Es gab etliche Beschwerden betroffener Anwohner, die sich darüber beklagen, dass die Bausubstanz ihrer teilweise historischen Gebäude unter dem vermehrten „Logistik-Verkehr“ leide und auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen werde. Außerdem beklagt man die verstärkte Lärmbelästigung am Tag, aber auch in der Nacht.
Wir haben dies zum Anlass genommen, einmal nachzuforschen, wodurch der vermehrte Verkehr durch Lkw mit dem Ziel Gewerbegebiet Limes zustande kommt, da ja in etlichen Stellungnahmen vonseiten der Verantwortlichen zu lesen ist, dass es durch die Lage des Interkommunalen Gewerbegebietes und der direkten Autobahnanbindung nicht zu einer „Belastung durch den Lkw-Lärm und die Ortsdurchfahrten für die Menschen in den angrenzenden Gemeinden“ komme.
Die Beschilderungen an den Autobahnabfahrten Hammersbach aus beiden Richtungen weisen auf ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen in Richtung Ronneburg hin. Vermutlich führt dieses Schild dazu, dass Lkw-Fahrer hier nicht erkennen, dass die Zufahrt bis Eckartshausen und somit auch zum Gewerbegebiet Limes frei ist. Sie fahren also weiter, um dann die Abfahrt Altenstadt zu nehmen. Von dort werden sie vermutlich auf ihrem Weg ins Gewerbegebiet Limes von ihrem Navigationsgerät bei Eingabe des „kürzeren Weges“ durch Himbach geleitet.
Der Lkw-Fahrer, der an der Abfahrt Hammersbach nicht abfährt, da ihn das Schild fehlleitet, fährt also in Altenstadt ab und fährt durch Himbach ins Gewerbegebiet Limes. Hier hat er nicht nur einen Umweg zurückzulegen, sondern muss sich auch noch in Himbach an parkenden Autos vorbei durch enge Kurven schlängeln.
Kommt ein Lkw-Fahrer aus Richtung Gießen und fährt in Altenstadt weiter, da er vermutet, in Hammersbach abfahren zu können und sieht dann dort das Schild, das ein Durchfahrtsverbot in Richtung Ronneburg anzeigt, fährt er sogar weiter bis zur Abfahrt Langenselbold West. Dies wurde ebenfalls schon beobachtet. Oder er fährt eben auch schon in Altenstadt ab und schlängelt sich durch Himbach.
Ein weiteres Problem ist die momentane Sperrung der L 3195 zwischen Eckartshausen und Calbach. Bedingt durch diese Sperrung befindet sich nach der Abfahrt Hammersbach ein Schild mit einer Umleitung Richtung Büdingen. Diese Umleitung führt ebenfalls durch Himbach. Manche Lkw-Fahrer scheinen hier nicht zu erkennen, dass die Zufahrt zum Gewerbegebiet Limes frei ist und fahren somit nicht in Richtung Eckartshausen, sondern in Richtung Langenbergheim und werden somit wieder durch Himbach geleitet.
Durch einen Zusatz in der Beschilderung kann hier in beiden Fällen Abhilfe geschaffen werden. Einmal wäre dies direkt auf der Autobahn der auffällige Hinweis, dass die Zufahrt für Lkw über 7,5 Tonnen zum Gewerbegebiet Limes frei ist. Gleiches dann auch noch einmal nach der Abfahrt, wo es darum geht, darauf hinzuweisen, dass die Umleitung nicht für das Gewerbegebiet Limes gilt. In beiden Fällen würde der Hinweis „Gewerbegebiet Limes frei“ ausreichen. Somit wären die betroffenen Anwohner entlastet.
Auf schriftliche Anfrage bei der zuständigen Verkehrsbehörde im April hieß es, der Sachverhalt sei nicht bekannt und die Beschilderung sei in Ordnung. Eine weitere Anfrage fand dann Anfang Mai durch Klaus Wörner, unseren Fraktionsvorsitzenden, statt. Auch hier war man vonseiten der Verkehrsbehörde zunächst der Meinung, dass die Erreichbarkeit des Interkommunalen Gewerbegebietes Limes für alle Verkehrsteilnehmer – insbesondere auch für den Schwerlastverkehr – unmittelbar über die Anschlussstelle Hammersbach gewährleistet und eine ausreichende
Beschilderung vorhanden sei. Doch Klaus Wörner ließ nicht locker, telefonierte daraufhin mehrfach mit der zuständigen Verkehrsbehörde und sendete Fotos der Beschilderung, um die Lage zu verdeutlichen. Anfang Juni kam nun die schriftliche Zusage, dass man seinen Hinweis zum Anlass genommen habe, um weitere Optimierungsmöglichkeiten zu prüfen und die bestehende Hinweisbeschilderung an der Anschlussstelle Hammersbach nun um den Zusatz „Gewerbegebiet Limes frei“ ergänzt werde.
Wir hoffen, dass dies nun schnell geschieht, damit die betroffenen Anwohner zeitnah entlastet werden!